1100 Jahre Geschichte in Inning

Inning a.A. ist heute die zweitkleinste Gemeinde am Ostufer des Ammersees.  Nicht zuletzt aufgrund ihrer geografischen Lage blickt sie auf eine mehr als reiche Geschichte zurück.

 

Seit dem Mittelalter verlief hier die sog. „Untere Salzstraße“, die von Berchtesgaden bis ins Allgäu führte. Eine weitere wichtige Straße führt seit langem von Inning am Ostufer des Sees nach Süden Richtung Alpen und Italien. Für einhundert Jahre gab es in Inning im heutigen „Gasthof zur Post“ eine offizielle Posthalterei, ab 1762 in Diensten der Thurn- und-Taxispost, dann bis 1862 im Auftrag der königlich-baierischen Post. Fast genau so lange war der „Postwirt“ auch als kurfürstlicher und später königlicher „Salzniederläger“ tätig. Leider  ist von dem dafür notwendigen Salzstadl heute außer einem liebevoll nachgebauten kleineren Modell vor dem Rathaus nichts mehr vorhanden.

 

Vor fast 1000 Jahren, am 15. November 1021, zog mit Heinrich II. sogar ein Kaiser des Heiligen Römischen Reiches auf seinem 3. Italienzug durch Inning und soll hier übernachtet haben.

 

Doch Inning gab es schon vor diesem denkwürdigen Tag: Wie viele Orte mit der Endsilbe -ing geht der Name Inning auf die merowingische Zeit, ungefähr auf das 5./6. Jahrhundert zurück.Gern wählten die Bajuwaren damals Siedlungsplätze an Flüssen und Bächen- in Inning am Inninger Bach. Reihengräber oder Funde aus dieser Zeit sind inzwischen in allen Ortsteilen bekannt.

Einige Jahrhunderte zuvor  unterhielten die Römer eine Amperbrücke zwischen Eching und Stegen. Sie ist auf das Jahr 167 n.Chr. datiert. Hügelgräberfelder aus der Bronze- und Hallstattzeit an verschiedenen Stellen im heutigen Gemeindegebiet wie im Osterholz, in Stegen sowie am Billerberg sind noch ältere Zeugnisse und verweisen darauf, dass es im heutigen Gemeindegebiet eine kontinuierliche Siedlungstätigkeit seit über 3000 Jahren gibt.

 

Die älteste uns heute bekannte schriftliche Erwähnung Innings stammt erst aus der Zeit 912-932. In einer Schenkungsurkunde des damaligen Eichstätter Bischofs Odalfried steht der für uns wichtige Satz: „Nam proprietatem meam ad Steiniginpah in ripa insule, que dicitur Uninga ...“

Dass es sich bei „uninga“ um unser Inning mit dem Wörthsee und der Wörthinsel wie dem Inninger Bach handeln muss, bestätigen inzwischen viele Historiker und Namenkundler wie z.B. R.Volkmann, Frh. A. von Reitzenstein und  R. Förstemann.

 

2012: Das Jubiläumsjahr „1100 Jahre Geschichte in Inning“ 

Warum entschieden wir uns angesichts der so lange zurückreichenden historischen Spuren für ein historisches Festjahr „1100 Jahre Geschichte in Inning“ im Jahr 2012?
Der Grund liegt auf der Hand: Mit der bisher ältesten schriftlichen Erwähnung „Uningas“, d.h. „bei den Leuten des Uno“, besitzen wir ein Dokument, das unseren Ort auch vom Namen her in die Geschichte eintreten lässt.
Leider hat Odalfried die Schenkung nicht eindeutig auf ein bestimmtes Jahr datiert. Kreisheimatpfleger Schober stimmt wie auch andere mit uns überein, dass es aufgrund der übrigen historischen Befunde durchaus das erste Amtsjahr des Bischofs zum Anlass für   das „Historische Festjahr“ legitim ist; denn es lohnt sich, in diesem Festjahr zum ersten Mal insgesamt auf die Geschichte Innings zu blicken und in den unterschiedlichsten Veranstaltungen auf Spurensuche zu gehen.

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17. 02. 2012

Sitzung des Arbeitskreises am 16. Februar

in der Sitzung des Arbeitskreises am 16.2. wurden hauptsächlich letzte Details der...


15. 03. 2012

nächste Sitzung des AK1100

die nächste Sitzung des Arbeitskreises findet statt am Donnerstag, den 15. März 2012 um 19:30 Uhr...